Dienstag, 26. April 2016

Durch den Monsun!!



2 Wochen ist es nun her, dass wir aus Spanien von unserer Frühjahrstour bei www.extreme-ebrofishing.com zurück sind.


Ja was soll ich sagen?


Es war wie jedes Jahr mal wieder der Hammer. Wettertechnisch hatten wir alles. Von 2 tagen Dauerregen über Sturm bis hin zu Sonnenschein.


Nach anfänglichen Schwierigkeiten (krankheitsbedingt) konnten wir am 2ten Tag dann richtig Gas geben. Jeden Morgen machten wir uns auf um Zander zu fangen und hatten dabei auch gute Erfolge.


Die Wassertemperatur lag bei 10 grad und wir suchten uns eine Stelle an einem kleinen Graben, der 2 bis teilweise 3 Grad wärmer war als der Hauptstrom. Durch das Regulieren der Schleusen wurde dieser Graben mehrmals durchströmt und das wärmere Wasser zog aus dem Graben heraus, wo natürlich unsere Köder angeboten wurden.


Der Plan ging auf !!


In dieser Woche konnten wir sechs 2m+ Waller fangen. Darunter 2.12m, 2.15m, 2.30m, 2.31m, 2.31m und 2.45m !!!! Insgesamt konnten wir 12 Stück auf der Habenseite verbuchen, wobei noch 3 richtige Maschinen im Drill verloren gingen.


Beim Spinfischen auf Zander und Barsch waren die Ergebnisse auch Top, wobei auch der ein oder andere Waller gehakt wurde, aber mit dem leichten Geschirr keine Chance bestand, diese Fische zu landen.


Fazit der Woche: Extremes Wetter, Extrem Ebro, Extreme Fische, Extrem Geil, Extreme Ebrofishing halt!!!!!


Wer Herrausforderungen braucht, findet diese auch und ist bei Kalle Decker an der richtigen Adresse.


Besten Dank nochmal an Kalle, Mausi und Taffi-Tackle!!!


Nun noch ein paar Bilder. Denn diese sagen mehr als tausend Worte.


Bis dahin euer Andreas.........





















Samstag, 26. März 2016

CALAFrutti - Immer diese verdammten Probe-Päckchen der Boilieschmieden... ;)

Moin moin liebe Gemeinde,

wie gewohnt und den altbekannten Gründen treugeblieben (irgendwie bekommen wir Beruf, Kind und weitere Verpflichtungen noch nicht zu Gunsten unserer Freizeit unter einen Hut), haben wir es in puncto Karpfenangeln seit Juli 2015 endlich mal wieder ans Wasser geschafft.

Um den Reiz und den Schwierigkeitsgrad (ob gewollt oder nicht, das lassen wir mal unkommentiert) natürlich gleich von vornerein noch eine Latte höher zu legen, haben wir uns kurzerhand ein uns anglerisch völlig unbekanntes Gewässer ausgesucht und noch dazu waren die Wetterverhältnisse, sowie die Wassertemperatur von 4 Grad alles andere als optimal.

Aber wie bereits beschrieben, bieten sich uns irgendwie nicht so viele Möglichkeiten und da zählt erst einmal nur eines.... Hauptsache raus!!! egal was wohl anglerisch gehen möge.

Lange Rede kurzer Sinn... Das wir schon seit geraumer Zeit auf die Köder aus der Schmiede von Successful Baits schwören ist für die Meisten wahrlich kein Geheimnis mehr, wobei wir bis dato immer auf 2, manchmal auch 3 Knödel aus deren Sortiment festgelegt waren, da diese bis dato an jedem See in unserer Region sehr gut laufen. Lediglich bei einer fruchtigen Geschmacksrichtung, die bei uns immer ein Garant für Erfolg ist, haben die Jungs aus unserer Sicht noch Nachholbedarf, wenngleich sie diese Sorte auch schon in ihrem Sortiment führen.

Mit diesen insgesamt 4 Sorten, wie gewohnt verteilt auf 4 Ruten, sahen wir uns natürlich auf der sicheren Seite. Dieses Mal sollte allerdings alles anders kommen.

Der Grundstein ist gelegt, die Stelle die wir uns ausgesucht haben, ist noch frei und somit sollte unseren insgesamt 46 Stunden erholsamen Fischen nichts mehr im Wege stehen. Also schnellstmöglich das Camp aufgebaut, ein wenig vorgefüttert, die Ruten startklar gemacht, beködert und rausgebracht, um anschließend ein wenig Ruhe einkehren zu lassen und die wetterbedingt noch sehr träge Natur auf sich wirken zu lassen.

Und was soll ich sagen, wir konnten die Natur ziemlich lange auf uns wirken lassen, denn an den Ruten tat sich erst einmal rein gar nichts und wir sahen uns mal wieder mit einem Blank nach Hause fahren. Aber kampflos gibt natürlich keiner von uns so schnell auf und so kreisten die Gedanken auf der Suche nach Möglichkeiten.

Und was fiel uns beim Stöbern in der Boiliekiste in die Hände??? Richtig! Ein Probe-Päckchen! Eines dieser Päckchen, mit denen man weder Leben, noch Sterben kann, sie sollen ja letztendlich auch nur einen Überblick über Geruch, Konsistenz und Zusammensetzung verschaffen.

Genauer gesagt handelte es sich in unserem Fall um den neuen Boilie von Successful-Baits - den CALAFrutti, der bei der letzten Tacklebestellung gratis im Paket lag.

Also getreu dem Motto: "Weniger als nichts fangen kann er ja schließlich nicht!", eine Rute rausgeholt, die mit unseren sonstigen Erfolgsködern bestückt war und mal mit dem neuen CALAFrutti beködert.

Und was soll ich sagen, es hat keiner von uns genau auf die Uhrzeit geschaut, aber ziemlich schnell und völlig unerwartet schreit auf einmal der Bissanzeiger auf und an welcher Rute? Richtig! CALA Frutti ist am Drücker und der erste Schuppi konnte sicher gelandet werden. Nachdem der Fisch versorgt wurde schauten wir uns natürlich den Boilie genauer an und 2 Sachen fallen sofort auf:

1.) Trotz der geringen Wassertemperaturen hat der Boilie richtig gut gearbeitet und damit begonnen immer wieder kleine Teile der Außenhülle abzuweichen und ans Wasser abzugeben, obwohl es sich bei dem Testboilie noch nicht einmal um einen ummantelten Boilie handelte.

2.) Der Boilie roch nach der Zeit im Wasser noch genauso wie davor, wenn nicht sogar noch ein Stück intensiver.

Nun dachten wir natürlich in Anbetracht der kurzen Zeit die der Boilie im Wasser war und dadurch, dass mit diesem Boilie nicht vorgefüttert wurde, an einen absoluten Ausnahmefall, aber wir sollten eines besseren belehrt werden.

In der Testpackung befanden sich schätzungsweise ca. 30 Boilies, was wir in Anbetracht der Fänge aber völlig außer Acht gelassen hatten, denn wir benutzten je einen Boilie als Hakenköder, zercrushten ca. 5 Boilies und legten nochmal so viele im Ganzen dazu.

Wir fingen innerhalb kürzester Zeit 3 Schuppis, wobei jeder Karpfen immer noch ein Stück größer war als sein Vorgänger und an den anderen Ruten tat sich nichts (aber auch wirklich rein gar nichts) und was dann... Wieder richtig!!! Das Testpaket war leer und die Erfolge stellten sich wieder ein... :(

Aber um das Ganze schlussendlich noch einmal zusammenzufassen: Wir konnten an einem uns anglerisch völlig unbekannten Gewässer bei nicht optimalen Bedingungen 3 Schuppis auf einen Boilie fangen, den wir noch nie zuvor gefischt hatten...

Wir denken... Alles richtig gemacht UND wir werden CALAFrutti im Auge behalten und sehen, wie er sich schlägt wenn die Temperaturen etwas steigen und wir wieder Zeit zum Angeln finden...

Spätestens jedoch in der zweiten Maiwoche -> "Männertag" du gehörst uns... ;)

So, das war's erstmal wieder von uns und wie immer an dieser Stelle folgen natürlich noch ein paar Bilder.

Viel Spaß damit...



Kein Karpfen, aber als Durchschnittsgröße für Rotaugen beim Feedern gar nicht so verkehrt ;)


Die erste Brasse beim Feedern -> Schonmal ein sehr gutes Zeichen!


Mit Sicherheit keine Monster, aber dennoch wunderschöne makellose Fische.
Und der Nachwuchs ist auch schon eingebunden... :)




Der Abschlusskarpfen... dann waren die Knödel leer... :(


Sonntag, 18. Oktober 2015

Geschenke zum 30. Geburtstag mal anders...

Hallo Leute,

nachdem ich zu meinem 30. Geburtstag im April ein Vollguiding über das Team Bodden Angeln von meinem Bruder geschenkt bekommen habe (an dieser Stelle also auch nochmal ein ganz großes Dankeschön), war es nun endlich soweit...

Am Samstag, den 17.10.2015, ging es für uns 3 (mein Bruder, mein alter Herr und ich) um 3 Uhr in der Frühe in das von uns ca. 380 km entfernte kleine Örtchen Barhöft in der Gemeinde Klausdorf, welches am nördlichen Ende des Ein/Ausganges des Strelasundes gelegen ist.

Vom dortigen Yachthafen ging es mit dem voll ausgestatteten rauhwassertauglichen Kaasboll Boot natürlich hauptsächlich auf Hecht.

Abfahrtszeit für den 9!!!!!!! Stunden Dauer-Wurf-Maraton war um 8 Uhr, wo wir bereits von unserem Guide Christian Maier (Team Bodden Angeln) erwartet wurden. Christian, ein Mann wie ein Baum gepaart mit dem typischen nordischen Humor, machte uns zwar anfangs nicht die besten Hoffnungen auf eine absolute Fangorgie, da die vergangenen Tage SEHR durchwachsen waren, wusste aber durch seine Gelassenheit und Ruhe (vermutlich bedingt durch seine 16!!!!! Jahre "Berufs"erfahrung als Guide und genau das war auch der Grund warum sich mein Bruder glücklicherweise auch bewusst für ein Guiding und nicht für ein Mietboot entschieden hatte) uns dennoch Mut zu machen.

Seine Zuversicht sollte sich auch schnell bestätigen. Nachdem Christian uns allen erstmal noch auf die Schnelle ein paar Vorfächer aus Titan binden musste (wir hatten leider zeitliche Schwierigkeiten beim Vorbereiten des Trips), was aber für ihn kein Problem darstellen sollte, da in der Regel vom Vorfach, über den Stinger bishin zum Gummifisch und Hardbait alles in ausreichender Menge vorhanden ist.

Bereits beim ersten Halt, fing Christian bereits das erste Mal an zu lachen, als mein Vater (vermutlich hatte er keine richtige Lust 23cm Gummis am 21gr. Jigkopf zu werfen) seinen von zu Hause mitgebrachten Softbait anköderte... nämlich diesen hier:

Berkley Ripple Shad Holo Gold Black Back
http://www.berkley-fishing.com/berkley-bait-soft-bait-berkley-powerbait/1317187.html

Und während Christian diesen 10cm Miniköder noch belächelte warf mein Vater bereits aus und schon bei der zweiten Kurbelumdrehung stieg der erste Hecht ein, der allerdings im Drill aufgrund der eigentlich viel zu kleinen Haken verloren ging. Nachdem Christian's Kinnlade wieder hochgeklappt war, montierte er direkt die für diese Köderlänge größtmögliche Hakengröße, damit wenigstens eine geringe Chance besteht einen Hecht sicher zu landen.

Es sollte nicht lange dauern und der erste Hecht konnte gelandet werden. Kein Großer, aber der Anfang war gemacht.


Nun folgten erstmal leglich einige Attacken und ein paar Nachläufer, bis ich dann endlich meinen Geburtstags-Hecht an Board begrüßen durfte.



Da es vormittags wettertechnisch nicht grad rosig aussah, tat sich bis auf einen weiteren Hecht, gefangen durch den "Altmeister" (Kosename von Christian für meinen Vater) wenig. Zur Mittagsstunde hin wurde das Wetter dann ein wenig besser und es hörte auf zu regnen. Nun schien auch unsere Stunde geschlagen zu haben und wir konnten bis zum Ende des Angeltages um 17 Uhr insgesamt 18 Hechte und einen kleinen Zander verhaften.

Den Meterfisch konnten wir leider NOCH nicht fangen, aber gesehen haben wir ihn bereits mehrmals, was sich in Nachläufern äußerte. Denn wenn wir die Nachläufer bekommen hätten die wir bereits an der Wasseroberfläche gesehen haben (und unter denen waren einige U-Boote), hätten wir gut und gerne 60 - 70 Hechte auf der Haben-Seite verbuchen können.

Dem war allerdings nicht so und das lag vermutlich daran, das es den Hechten durch das Wetter das Maul zugenagelt hatte und sie partout keine Lust auf XXL-Köder hatten, weshalb mein Vater mit seinem 10 cm Köder und mehr als der Hälfte der gefangenen Hechte der absolute Abräumer war.

Den kleinen Köder haben sich die Hechte halt einfach mal einverleibt, während sie den großen Ködern einfach nur bis zur Wasseroberfläche hinterherschwammen, was unseren Guide beinahe zur Verzweiflung brachte.

Nichts desto trotz fanden wir, dass wir mit mehreren 90ern sehr gut gefangen haben und nachdem wir den Abend im sehr empfehlenswerten hoteleigenen Restaurant des Hotel Seeblick ausklingen lassen haben, stand für uns bereits fest... Barhöft sieht uns wieder... ;-)

Und nun noch ein paar Bilder... Viel Spaß...





Hier seht ihr einen fassungslosen Guide mit dem "Ausnahme-Köder"








Mittwoch, 23. April 2014

Das war Vengsoy/Nordnorwegen 2014



Hallo liebe Internet- und Anglergemeinde,

eine Woche gehört unser Trip nach Nordnorwegen, genauer gesagt die Insel Vengsoya, nun schon wieder der Vergangenheit an und nachdem man das Erlebte diese Zeit hat Sacken lassen, denke ich, mal wieder ein paar Zeilen über diese Tour zu schreiben.

Am 09. April 2014 ging es für uns, das waren Karsten, Tino, Andreas, Jürgen, Thomas und meine Wenigkeit (Martin), endlich wieder einmal ins gelobte Land nach Vengsoy/Nordnorwegen.


Im Zuge der Kosteneinsparung gemäß der Gleichung, desto öfter man umsteigt, desto günstiger wird der Flug, ging es für uns ab Flughafen Berlin/Tegel auf dem Hinflug über Kopenhagen, nach Oslo und von dort aus dann nach Tromsö. Auf dem Rückflug konnten wir dann anstatt Kopenhagen sogar noch der schönen Stadt Stockholm einen Besuch abstatten.






Allerdings ist das Umsteigen in diesem Fall weitaus weniger schlimm als es sich im ersten Moment vielleicht vermuten lässt, da das Gepäck in der Regel bis zum Zielort durchgeleitet wird, lediglich in Oslo sollte man aufpassen und sein Gepäck nochmals in Empfang nehmen, da dieses dort noch einmal neu gewogen und eingecheckt werden muss, anhand der unterschiedlichen Zollbestimmungen.

Einen kleinen Tip vorweg…

Solltet ihr mehrere Rutentransportrohre besitzen, könnt ihr diese getrost durch die Benutzung einer handelsüblichen Plastikfolie (Cellophanfolie) aneinanderwickeln und zusammen aufgeben. Somit zahlt ihr nur einmal die 65 € für Sperrgepäck.

Ein einfaches Zusammenbinden per Kabelbinder oder ähnlichem reicht leider nicht mehr aus, da es logischerweise ja nur ein Label gibt und sollten die Rohre voneinander getrennt werden, so findet natürlich nur eines seinen Weg zum Bestimmungsort.

Am Flughafen in Tromsö angekommen erwartete uns strahlendes Sonnenwetter, allerdings bei einer recht kühlen Brise, was uns alle dennoch SEHR optimistisch stimmte.


Der Camp-Betreiber der Anlage auf Vengsoy, Volker Dapoz (bekannt aus zahlreichen Angelmagazinen und Videos) und Inhaber von Vengsoy Seafishing AS, erwartete uns bereits mit seinem Bus und somit konnte die Fahrt zur Anlage auch nahtlos weitergehen.

Leider hatte unser Flieger ein klein wenig Verspätung, weshalb wir die Fähre nach Vengsoy leider nicht mehr geschafft hatten. Aus diesem Grund konnte Volker erst mit 2 Mann und dem ganzen Gepäck bei der ersten Tour und den restlichen 4 Mann bei der zweiten Tour mit den campeigenen 100 PS starken Dolmoy Booten übersetzen, was den Bezug unseres Quartiers für die kommende Woche ein wenig nach hinten rausschob.

Nachdem dann endlich alle Mann auf Vengsoy angekommen waren, ließ es sich Volker natürlich nicht nehmen unsere Truppe das erste Mal so richtig auf den Arm zu nehmen.

Die Unterkunft für größere Reisegruppen ab 6 Mann befindet sich direkt am Hafen im Obergeschoss einer Fischfabrik, welche über eine alte Eisentreppe zu erreichen ist, was wir vorher allerdings nicht wussten. Somit stand uns die Verwunderung wohl ins Gesicht geschrieben, als wir im Erdgeschoss der alten Fischfabrik/Lagerhalle umher irrten und uns so sinngemäß dachten: „Ach du Schei…!!!“

Im Obergeschoss angekommen, wich das Entsetzen dann aber sehr schnell dem puren Staunen, da wir das in diversen Angelurlauben so auch noch nicht gesehen hatten. Das komplette Obergeschoss war vom feinsten ausgebaut. 2 große Bäder mit allem was man sich wünscht, sowie Waschmaschine, falls die Klamotten vom Ganzen Posing mit den Fischen mal doch etwas zu sehr nach Fisch riechen sollte.

Ein riesiger Gemeinschaftsbereich mit 40 Zoll Flachbildfernseher und DVD-Player, falls man auf Grund des Wetters doch mal nicht so wirklich raus kommt, sowie angeschlossener offener Küche mit allem was man braucht. Selbst auf den Betten, ließ es sich für nordische Verhältnisse sehr gut schlafen, sodass man nach anstrengenden Fights mit den Giganten der Meere, auch wieder ordentlich Kraft im Schlaf tanken kann. Alles in allem also spitzenmäßig.







Was aber noch viel Wichtiger war… Das Wetter in dieser Woche sollte sich dann ähnlich dem Wetter gestalten, welches wir 2009 in Torsvag vorgefunden hatten. Wir kamen an, es begann zu tauen… Wir hatten eine Woche lang schönstes Wetter und zur Abreise hin begann es dann wieder zu schneien, verbunden mit der ein oder anderen gehörigen Portion Wind.

Auf Grund des relativ milden Winters, war die Hoffnung natürlich nun ebenso groß wie damals 2009, dass sich die Fische schon schön in den Fjörd gezogen haben und somit ein spektakuläres Angeln verbunden mit kurzer Fahrtzeit möglich wäre.

DEM WAR DANN ALLERDINGS NICHT SO!!! Die ersten beiden Tage haben vom Wetter her super gepasst, allerdings gab es für nordnorwegische Verhältnisse nur wenig Fisch. Der ein oder andere Steinbeißer, sowie Dorsch waren zwar mit dabei, allerdings ließ der eigentliche Zielfisch, der Heilbutt, noch auf sich warten.

Somit sahen wir uns dann am dritten Tag gezwungen, bei Bestwetter ein Flachwassergebiet ca. 20 Seemeilen vor der Küste anzusteuern, welches sich näher am Golfstrom befindet und somit mehr wärmeres und nahrungshalteriges Wasser mit sich führt, anzusteuern.

Im Fjörd lag die Wassertemperatur, die sich einwandfrei am Lowrance Kartenplotter ablesen ließ, bei ca. 4 °C. In dem Flachwassergebiet vor der Küste angekommen, stieg die Temperatur dann auf ca. 5,5 °C.

Die Fahrt dauerte dank der top ausgestatteten Boote lediglich 1 Stunde und somit hieß es dann gegen 9 Uhr bei ca. 28 m Wassertiefe, runter mit den Jigs und hoffen, dass wir eventuell den ein oder anderen Butt erbeuten können.

Diese Hoffnung musste lediglich 10 Minuten währen, denn bereits nach dieser Zeit stieg bei unserem Norwegenneuling Andreas eine herrliche Platte von ca. 130 cm und guten 25 Kilo ein. Weitere 15 Minuten später durfte ich mich dann über einen etwas kleineren Butt mit 115 cm und 18 Kilo an der Inline Rute freuen. Bis ca. 13 Uhr ging es dann auch fast so weiter, sodass schlussendlich 7 gefangene und mehrere Ausschlitzer auf der Haben-Seite standen.

Gegen 13 Uhr erreichte das auflaufende Wasser dann allerdings seinen Höchststand und durch fehlenden Wind herrschte somit kaum noch Drift.

Kurz bevor das Wasser allerdings seinen Höchststand erreichte, drifteten wir mit unserem Boot einen Unterwasserberg von 23 auf 48 Meter herunter und an der unteren Kante des Berges angekommen, bekam mein Vater (Jürgen) einen hammerharten Biss auf seinen 300 Gramm Giant Jighead kombiniert mit einem Team Deep Sea Giant Jigshad New Formula 24 SW (Farbe: schwarz/weiß roter Schwanz) von der Angel Domäne.

Bei diesem Fisch war uns sofort klar, dass es etwas GANZ großes sein muss, denn dieser Fisch ließ sich nicht einen Zentimeter nach oben bewegen. Dieses tat er aber auch nach ca. 1 Stunde und einigen Kilometern, die wir ihm hinterher gefahren sind um über dem Fisch zu bleiben, immer noch nicht.

Und es kam es kommen musste, nach einstündigem Drill ging uns nach Torsvag 2009 und Island 2011 wieder einmal so ein Monsterfisch durch Ausschlitzen verloren

Gut, nun hätten wir natürlich auch im Standgas noch ein wenig schleppen können, um eventuell noch einen Butt an den Haken zu bekommen, allerdings wollten wir uns dann lieber noch ein wenig der Großdorsche (Skrei) annehmen.

Gesagt getan, fuhren wir eine viel versprechende Stelle bei ca. 70 m Wassertiefe an und die ganzen Fischerschiffe, die in der näheren Umgebung standen, sollten uns Recht geben.

Nun hätten wir also auch noch das Boot mit dem Gewicht der ganzen Dorsche, der Längste brachte es immerhin auf ziemlich beachtliche 132 cm, zum kentern bringen können, weshalb ein Zählen der Fische echt keinen Sinn gemacht hätte und wir somit gegen 16 Uhr zufrieden den Heimweg angetreten hatten.

Der darauf folgende Tag, gestaltete sich für uns durch das weiterhin gute Wetter ähnlich, wodurch wir noch ein paar weitere Butt bis 120 cm überlisten konnten, allerdings mussten wir dieses Mal die Dorschjagd auslassen, da uns zum Abend hin Wind bis zu Windstärke 8 vorausgesagt wurde und wir bei diesen Bedingungen natürlich auch auf gar keinen Fall da draußen sein wollten.

Der Wetterbericht traf dann auch zu und wie sogar. Zum Abend hin gegen 18 Uhr fing es an zu stürmen und zusätzlich setzte dann auch noch Schnee ein und schlussendlich wurde uns dann durch Volker auch noch jegliche vorhandene Euphorie genommen, indem er uns mitteilte, dass dieses Wetter noch einen kompletten weiteren Tag (also unseren letzten möglichen Angeltag) anhalten würde.

Da wir aber auf Grund der vergangenen 2 Tage ALLES an vorherigem Misserfolg wett machen konnten, trugen wir es mit Fassung und nahmen uns somit für unseren letzten Tag vor Ort vor, bereits das Tackle zu verstauen und die Insel noch ein wenig auszukundschaften, auch wenn wir auch getrost den Fjörd hätten befischen können, trotz des schlechtem Wetters. Aber der Fisch stand halt ja noch nicht wirklich drin, wodurch uns das sinnlos erschien.

Also den letzten Tag völlig stressfrei angegangen, ordentlich ausgeschlafen, noch einmal im Inselshop ein wenig für das Abendbrot und noch das ein oder andere kleine Sieger-BIER einkaufen und noch ein paar schöne Fotos machen.

Noch ein kleiner Tip:

Entgegen diverser Behauptungen, führt der Inselshop ein vollkommen ausreichendes Sortiment an allen möglichen Lebensmitteln, allerdings gibt es dort keinerlei Angelzeug zu kaufen (ein paar diverse Sachen können direkt bei Volker erworben werden, aber es empfiehlt sich doch, den Großteil selbst mitzubringen) und es kann auch definitiv nicht mit Euro bezahlt werden, auch wenn dies ab und an jemand behauptet. Es kann lediglich mit Kronen, Kreditkarte bzw. EC-Karte bezahlt werden.

Sooooo, ich denke ich habe genug geschrieben und möchte euch nicht weiter langweilen, weshalb es jetzt noch ein paar Bilder von den schönen Fischen gibt. Und vielleicht haben wir ja dem einen oder anderen Appetit gemacht und er möchte sich auch einmal diesem Ziel zuwenden.

Bei Fragen könnt ihr uns gern anschreiben, wir versuchen dann so gut es geht zu helfen, bzw. ihr stattet uns einen Besuch auf Facebook ab.

Bis dahin…

Tight Lines

Euer Team vom „Angeln im Spreewald“ auf Abwegen ;)

























Die 3 Feuerwehrmänner ließen es sich natürlich nicht nehmen vor der Vengsoy Feuerwache zu posen ;)